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Orientalischer Tanz

Mit den Grundlagen und Quellen des orientalischen Tanzes möchte ich euch hier nicht behelligen, das könnt ihr prima in Wikipedia nachlesen.

Bevor ihr loslegt

Bauchtanz ist - wie das Tanzen allgemein - ein Sport. Also klärt notfalls vorher mit eurem Arzt, ob diese Art der Bewegung gut für euch ist. Dazu gehört beispielsweise, ob sich das Tanzen mit eurer Meniskusoperation von vor 2 Jahren verträgt. Oder ob der Bandscheibenvorfall dem Ganzen nicht im Wege steht.

Entgegen manchen Vorurteilen kommt man beim Training ganz schön ins Schwitzen und entdeckt Muskeln, von denen man vorher nicht mal wusste, dass man sie hat. Aber man wird mit Spaß, einer guten Muskulatur und einer besseren Beweglichkeit der Wirbelsäule "belohnt".

Grundlagen des orientalischen Tanzes erlernen

Ich gehöre zu den Personen, die Bewegungen nicht gern aus Büchern lernen. Wenn ihr auch dazu gehört, dann sucht euch eine Lehrerin oder einen Lehrer (ja, auch Männer können super Tänzer sein). Eine gute Adresse ist die Volkshochschule in der Nähe. Viele Schulen bieten 2 x im Jahr Anfängerkurse an, das ist ein guter Einstieg.

Wenn es euch dann "gepackt" hat, könnt ihr natürlich in einem privaten Tanzstudio weitermachen. Viele Tänzerinnen bieten neben ihren Auftritten und Shows auch Unterricht an. Ich bin übrigens bis heute bei der Volkshochschule geblieben und trainiere "nebenbei" mit dem Ensemble "Oriental Flames" in Berlin.

Dinge, die das Tanzen schöner machen

Neben dem Tanzen selbst, gibt es eine Vielzahl von Accessoires, die den Tanz interessanter machen. Ein paar davon möchte ich euch kurz vorstellen.

1. Der Schleier 

Foto: Regenbogenfarbener Halbrundschleier ausgebreitet

Der Liebling der meisten Tänzerinnen. Denn mit dem zarten Gebilde kann man unheimlich viel anfangen:

  • Man kann ihn wirbeln und werfen.
  • Man kann sich drin einwickeln.
  • Er ist nützlich, um Teile des Körpers zu verdecken oder zu enthüllen - so lenkt man den Blick zum Beispiel nur auf die Hüfte, die gerade einen Afro macht.
  • Wem das nicht genug ist: Man kann auch mit zwei oder mehr Schleiern tanzen. Der Hit ist der Tanz mit sieben Schleiern - dazu gibt es immer mal tolle Workshops.

Der ideale Schleier ist halbrund (und zwar ein wirklicher Halbkreis), knittert nicht und fliegt schön. Er sollte zur Tänzerin passen, also nicht zu groß oder zu klein sein. Ob blickdicht oder nicht, das hängt davon ab, was ihr damit machen wollt.

2. Der Stock

 Foto: Goldener Tanzstock mit Rundung auf blauem Untergrund

Der Stocktanz macht Spaß, weil man selbigen so schön wirbeln kann. Und wenn man einen Stock ohne Rundung (also ohne "Krücke") wählt, dann bekommt das Ganze sogar einen etwas kriegerischen Anstrich.

Der Tanzstock besteht meist aus Bambus. Wer etwas handwerklich begabt ist, kann ihn leicht selbst herstellen. Dazu im Baumarkt einen Bambusstab kaufen und diesen einkürzen, bis der Stock etwa bis zum Nabel reicht. Dann die Enden entgraten und den ganzen Stock mit selbst klebender Gold- oder Silberfolie einwickeln.

Wie beim Schleier gilt: Man kann durchaus mit zwei Stöcken tanzen. Dann sollte man aber gut koordinieren können, damit man sich die Dinger nicht um die Ohren haut.

3. Die Zimbeln 

Foto: 4 goldene Zimbeln, 2 auf der Vorderseite, 2 auf der Rückseite

Ich bin kein Fan von Zimbeln. Für den enormen Trainingsaufwand ist mir der Effekt beim Publikum zu gering. Aber das ist meine persönliche Meinung, probiert es einfach aus.

Ihr benötigt 4 Zimbeln. Diese kommen jeweils auf Daumen und Mittelfinger der linken und rechten Hand. Im Prinzip "begleitet" man sich selbst damit beim Tanzen - man schlägt also den Takt mit. Gerade in sehr großen Räumen geht das schnell unter. Und: Es erfordert ein hohes Maß an Koordination. Während man mit den Händen zimbelt, soll man ja "nebenbei" auch noch tanzen. Und das ist ganz schön anspruchsvoll.

Die Zimbeln sollten für den Anfang nicht zu groß sein (denn ihr müsst sie schnell schlagen). Ideal sind Zweiloch-Zimbeln. Diese können mit einem breiten Gummiband versehen werden, damit sie gut am Finger sitzen. Sie sollten wirklich eng sitzen (bei mir ist hinterher immer der Finger blau), weil sie sonst gern verrutschen. Meine Lehrerin hat ihre Zimbeln sogar beschriftet. Sie hat sie exakt an den Umfang des Daumens bzw. Mittelfingers angepasst und entsprechend gekennzeichnet.

Probiert bitte unbedingt aus, wie die Zimbeln klingen! Ich habe mir damals die größeren Exemplare gekauft, weil sie so einen schönen satten Klang haben.

4. Der Säbel 

Das ist der nächste Punkt auf meiner persönlichen Liste: Ich möchte unbedingt mal einen Säbeltanz einstudieren. Mir gefällt die kämpferische Note in diesem Tanz - als Hobby-Amazone (auf Mittelalterfesten) spricht mich das einfach an.

Aber zuerst braucht man ja erstmal eine solche Waffe. Denn auch wenn der Säbel stumpf ist - er ist und bleibt gefährlich. Deswegen ist beim Training auch Vorsicht geboten. Eine gute Idee ist, auf die Spitze des Säbels einen Sektkorken zu stecken. Dann steckt der Säbel beim versehentlichen Fallenlassen im Zweifelsfall nicht im Fußrücken...

Tanzsäbel gibt es in verschiedenen Größen und vor allem mit unterschiedlichem Gewicht. Ich habe sowohl einen 900-g-Säbel als auch einen 500-g-Säbel. Beide haben Vor- und Nachteile. Der schwere liegt gut auf dem Kopf beim Tanzen, der leichtere lässt sich besser schwingen.

Wichtig ist, dass der Säbel richtig ausbalanciert ist. Sonst kann man Balance-Akte auf Kopf oder Hüfte nämlich vergessen.

Ob mit oder ohne Scheide, das ist persönlicher Geschmack. Ich finde den Einsatz einer Säbelscheide schöner, weil man den Säbel dann dramatisch ziehen kann. Außerdem ist die Säbelscheide bei einigen Figuren ein nettes Accessoire - zum Beispiel wenn man Säbel und Scheide effektvoll über dem Kopf kreuzt.

Übrigens: Ein häufig gemachter Fehler ist, den Säbeltanz als Schwerttanz zu bezeichnen. Was der Unterschied zwischen Schwert und Säbel ist? Ganz einfach: Der Säbel ist nur an einer Seite scharf geschliffen, das Schwert an beiden. Der Tanzsäbel natürlich sicherheitshalber gar nicht :-)

5. Isis Wings 

Foto: Pinkfarbener Lamee-Schleier ausgebreitet (Isis Wings)

Unter Isis Wings versteht man einen kreisförmigen Effektschleier, der beim Tanz wie Schmetterlingsflügel wirkt. Der Schleier wird am Hals befestigt, die Flügel werden über Stöcke in den Händen bewegt. Aufgrund der oft prachtvollen Stoffe (Goldlamee oder changierende regenbogenfarbige Stoffe) ist der Effekt sehr schön, sogar wenn man wenig damit macht.

Isis-Wing-Choreografien findet ihr haufenweise auf Youtube. Da kann man sich so einiges abschauen. Aber: Ich empfehle, einen Workshop zu besuchen. Die kleinen Feinheiten bekommt man nämlich über ein Video nicht mit. Ich habe einen Workshop bei Nahema besucht, und das hat mir echt weitergeholfen. So nebenbei habe ich nämlich erfahren, dass meine Wings zu groß und die Stöcke zu lang waren. Aber so was weiß eben nur ein Profi...

6. Der Schleierfächer

Das ist eine relativ neue Variante des orientalischen Tanzes. Man hat in jeder Hand einen Seidenfächer, an dem ca. 1,50 m Seide befestigt sind. Mit diesen "Schleiern am Fächer" kann man schöne Effekte erzielen (Feuer oder Wind), je nach Farbe der Fächer.

Die Fächer sind unterschiedlich für die linke und rechte Hand. Darauf bitte beim Kauf achten - man möchte sie ja mit einem "Rutsch" öffnen, und dazu müssen sie unterschiedlich sein.

Ich habe noch keine Erfahrung mit dem Schleierfächer, aber die Darbietungen auf Shows haben mir sehr gefallen.

info[at]die-mit-dem-bauch-tanzt.de